100 Suppentüten Parallelschalten

Der chaotische Hauptfaden

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erwin
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100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Hallo wollte für mein Twike 100 Lipo Pouch Zellen Parallelschalten
Wie kann ich die Zellen verbinden Schrauben finde ich ungeeignet hat jemand Erfahrung mit Anreiblott oder eine andere Idee
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StrippenLümmel
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von StrippenLümmel »

Da hast du aber was vor!
Punktschweißen? Wie währe es mit Punktschweißen? Oder Bringt das zu viel Thermale energie in den clipp, das die tüten dabei würden schaden nehmen? Sonst schnell mit dicker lötspitze, ordentlich Temperatur und dem guten Bleilot strippen dran braten, wenn die bügel sich werden löten lassen (auch da ist ein enormer temperatureintrag nicht ausgeschlossen). Andere Ideen hab ich dazu nicht.
Versuch macht kluch.
daruel
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von daruel »

Also ich würde da doch zu Schrauben tendieren.
Gewindestange mit Mutter und U-Scheiben zwischen jedem einzelnen Akku.
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Desinfector
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Desinfector »

Müsste man jetzt wissen, wieviel Strom eine einzelne Zelle abgeben muss und wieviel also über die Verbindungsstellen rüber muss.

Wenn da Tüten direkt übereinander liegen, ist die "Drahtlänge" ja ziemlich kurz bis garnicht.
Das wird mit löten schwierig. am einen lötest du fest, am vorherigen löste es sich wieder ab.

Ich würde es probieren mit Messing-Abstandsbolzen zusammen zu schrauben
und solche "Cluster" dann per Draht zusammen.
Sollte etwas gegen die Bolzen kommen können, müsste man die auch einschlauchen.
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zauberkopf
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von zauberkopf »

100 stk parallel ? :shock:

Schrauben mit "drehmomentschraubenzieher" ist wirklich ne gute idee... schraubesicherungslack auch.
Parallelschalten ( wirklich ? ) läuft dann über kupferschienen mit gewinde..
oder seriell mit ner dafür entworfenen Platine mit einlötmuttern.
ch_ris
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von ch_ris »

ich glaube er meint in Reihe?
sind ja keine 300v Zellen oder was das Twike da macht/braucht.
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erwin
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Oh ja ich meinte Reihe
manawyrm
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von manawyrm »

Oh ja ich meinte Reihe
Dann hast du am Ende 420V Gleichspannung, ohne Stromlimit und einen Balancer dafür zu finden, dürfte auch ziemlich unangenehm werden.
420V DC bei einigen hundert Ampere klingt tatsächlich verdammt gruselig, da werden schnell mal 50+kW an Leistung frei.

Wie wäre es mit einer etwas üblicheren Konfiguration wie 10S10P, am Ende mit 42V und mehr Kapazität?
Dafür gibt es dann auch Motoren, BMS'es, Ladegeräte, etc. pp einfach zu bekommen.
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erwin
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Twike ist ja schon fertig mit Motor und Steuerung vorher waren da 2x 280 Nc mit 3 ah verbaut
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Finger
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Finger »

Hast du ein BMS für deine Zellen? Sonst wird das ....kitzelig... :mrgreen:
ch_ris
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von ch_ris »

das sind dann 336v.
würde ja zu LiFe passen.
Ich finde zu den Zellen nix, hast du da ein Datenblatt?
Aber so oder so braucht es doch ein BMS?

edit. kitzelig....oder ziemlich arbeitsintensiv beim laden.
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erwin
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Das Laden geht über den original Akku Kontroller da waren immer 20 nc Zellen in Reihe angeschlossen ich will immer 7 LiPos anschließen und ein Balance für 7 Zellen
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Finger
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Finger »

OK, verstehe. Kannst du dem Lader CC/CV beibringen und die Spannungsgrenzen ändern? Ladeschlussspannung bei den LiPos wäre bei 7 Stück dann ja 29,4V, bei den NC-Akus 24V. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie die NC geladen wurden, ist einfach zu lange her. 14h mit 1/10C und Spannung egal ist bei einem Fahrzeug ja eher nicht so optimal.

Edit: grad nochmal nachgelesen, NC wurde mit Delta-U-Abschaltung geladen. Das passt nicht auf Li-Zellen.
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erwin
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Die Ladeschlussspannung ist bei NC auch höher als 1,2 Volt müsste so Passen, wenn nicht kann man In der Software nachreglen
Es wurde mit 3,5 Amper geladen man kann auch mit zwei Kontroller laden dann hat man 7 Amper
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Finger
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Finger »

Verstehe. Hast du das mal ausprobiert?
Um auf das ursprüngliche Problem einzugehen: Mindestens eine der Anschlussfahnen ist Aluminium, oder? Kleine Platine mit Einnietmuttern wäre das Mittel der Wahl, muss ja auch einiges an Gerödel aushalten.
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erwin
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von erwin »

Sind beide aus Alu die Zelle sollten auf einander gestabelt werden und dazwischen eine Folie
Da ist kein Platz für Schauben oder aus Kunststoff
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Toni
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Toni »

Was bei Alu funktionieren könnte: sehr heißer Lötkolben + Alu Reibelot.

Bei Reibelot gibt's große Verarbeitungsunterschiede von unbrauchbar bis gut.

Ich kann nur das AL380 empfehlen https://www.hausundwerkstatt24.de/Alumi ... iumprofile

Der Lötkolben sollte 450..500°C haben, am besten mit Edelstahlspitze.

Etwas Lot abschmelzen, mit der Lötkolbenspitze auf die Alufolien-Verbindungsseiten aufreiben, Folien aufeinanderlegen, endgültig verlöten
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Julez
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Julez »

Trick für viele Dinge im Leben:
Wenn man etwas zum ersten Mal selber macht, sollte man es so machen, wie es alle anderen auch machen.
https://endless-sphere.com/forums/viewt ... 2#p1379487
https://secondlifestorage.com/index.php ... post-82663
https://www.diyelectriccar.com/threads/ ... ost-293023
https://www.electricbike.com/building-a ... uch-cells/

Wenn man damit erfolgreich war, kann man erwägen, eigene Lösungen umzusetzen.

Bezüglich Ladegerät: Es muss auf jeden Fall eins sein, dass CC/CV kann, sonst wird das nix. Falls LiFe: 3,42V/Zelle reichen.
Und ein BMS mit Balancingfunktion für jede einzelne Zelle ist Pflicht.

Und dann gibt es Zellen, die komprimiert werden müssen, damit sie gescheit funktionieren. Diesbezüglich muss man sich informieren.
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Toni
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Toni »

habe probeweise dickere Alufolie verlötet

Mit AL230 https://www.hausundwerkstatt24.de/Alumi ... uminiumlot und Lötkolben 400°C funktioniert es gut
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Bastelbruder
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Bastelbruder »

Weil die Tüten auch mechanisch eingespannt sein wollen um den Kontakt zwischen Elektroden und Polymer zu gewährleisten, würde ich parallel zum Käfig isolierte Gewindestangen durch die Löcher führen. Dort wo die Zellen verbunden sein sollen, Aluklötze dazwischen einfädeln und auf der Iso-Seite zwei Pertinaxplatten oder so mit Tellerfedern (Belleville) auf Spannung halten.
ch_ris
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von ch_ris »

ohne mich mit Traktionsbatterien auszukennen, ich würde schrauben.
mit 4 schrauben weil da 4 löcher drin sind und ich damit mein möglichstes getan hätte.

wie soll man so eine flächige Verlötung prüfen?
wie lange hält das?
etc pp.

edit. Tellerfedern. Blockfähige. ist bestimmt nicht schlecht.
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Smily
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von Smily »

Nieten wäre noch eine option, ohne da temperatur rein zu bekommen.
Muss nur dann ordentlich gemacht werden.
Mit alunieten hast du auch das oxidationsproblem nicht.

Edith merkt noch an, ein streifen vorgelochte platine zwischen nietkopf und alufähnchen beidseitig erhöht auch die mechanische Stabilität!
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zauberkopf
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von zauberkopf »

Und dann gibt es Zellen, die komprimiert werden müssen, damit sie gescheit funktionieren. Diesbezüglich muss man sich informieren.
Auf meiner Todo-Liste steht immer noch ein Paper zu überprüfen, das behauptet, man kriegt über 2000 Cyclen aus Tütensuppen heraus, wenn man die mit einem definierten Druck einbaut.
Im versuchsaufbau war der Akku zwischen 2 Platten eingeklemmt, mit ner Feder um den Druck zu gewährleisten, aber auch um ihn "bewegungsfreiheit" zu geben.
Tütensuppen verändern beim Be und Entladen gerne ihre Maße.. nicht sehr viel, aber wenn man 10 hintereinander stapelt, doch merklich.

Vertut Euch mal nicht. So ein Akkupack zusammenzustellen, erfordert einiges Knowhow.
Und wenn da was schief läuft, dann wirds spassig.
Heute hat mir ein Ing erzählt, wie er mit nem Isolationstest, fast so ein Teil thermisch umgesetzt hatte... ein kleiner dummer fehler...
So ein "Hochvoltsystem" zusammenzuschustern, ist echt nicht trivial.

Welches Twike hast Du denn ?
Bei 3KW Motorleistung.. denke ich da schon wieder an : Handelsübliches BMS + Stepup...
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elektrosexueller
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von elektrosexueller »

zauberkopf hat geschrieben: Fr 3. Feb 2023, 20:18
Und dann gibt es Zellen, die komprimiert werden müssen, damit sie gescheit funktionieren. Diesbezüglich muss man sich informieren.
Auf meiner Todo-Liste steht immer noch ein Paper zu überprüfen, das behauptet, man kriegt über 2000 Cyclen aus Tütensuppen heraus, wenn man die mit einem definierten Druck einbaut.
Interessant, hast Du da eine Quelle zum Paper?
zauberkopf hat geschrieben: Fr 3. Feb 2023, 20:18 ...

Tütensuppen verändern beim Be und Entladen gerne ihre Maße.. nicht sehr viel, aber wenn man 10 hintereinander stapelt, doch merklich.

Vertut Euch mal nicht. So ein Akkupack zusammenzustellen, erfordert einiges Knowhow.
Und wenn da was schief läuft, dann wirds spassig.
Heute hat mir ein Ing erzählt, wie er mit nem Isolationstest, fast so ein Teil thermisch umgesetzt hatte... ein kleiner dummer fehler...
So ein "Hochvoltsystem" zusammenzuschustern, ist echt nicht trivial.
Kann ich alle Punkte nur unterschreiben, für Antriebsakkus geht viel vom Budget in die Entwicklung der Mechanik, besonders bei Packs mit Pouchzellen für Landfahrzeuge.
Eine Ursache für letztens folgenschwer (Massensterben der AFEs) fehlgeschlagenen Isotest: Mit dem Kapton zwischen Kühlung und Zellen eingeklebte scharfkantige Verunreinigung (vulgo Span).
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zauberkopf
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Re: 100 Suppentüten Parallelschalten

Beitrag von zauberkopf »

Interessant, hast Du da eine Quelle zum Paper?
https://doi.org/10.1016/j.est.2018.11.019

Total elektrisierend.
Weil wenn das stimmt, den effektiven Preis für die Speicherung einer kwh erheblich senkt.
Das würde für weitere Verbreitung sorgen. Energiewende... Lebensqualität... usw...

Eine weitere frage wäre natürlich auch noch zu klären : Sicherheit.
Wenn die change eines Thermal Runaways dadurch steigen würde...

Noch mal : Ich sage wenn das stimmt : Ich persönlich habe früher schon mal erlebt, wie aufgrund von.. sagen wir mal "optimistischen Papers" viel Geld, Zeit und vorallem meine Nerven in den Sand gesetzt wurden.

Erwin : Wie schauts aus ?
Wieviel KW macht der Motor ?
Übrigens, ich bin gerade am E-Bike schrauben.
Habe dafür 2 Akkus. 36V.. und 24V.
Ich denke, den 24V Akku werde ich auch mittels DC DC Wandler dran tütteln.
Der Fahrregler will halt 36V dann kriegt er sie dann auch.

Wenn Deine Karre wirklich nur einen 3KW Motor hat, und Du den Antriebsstrang nicht tauschen möchtest, dann wären ein paar DC DC Converter vielleicht doch eine alternative.
Sicherheitstechnisch und Preislich.

Übrigens, habe ich das mal hier im kleinen vor ein paar Monaten mal ausprobiert. Der Stepup hat eine festeingebaute begrenzung des maximalen eingangsstroms.
(MT3608 hat switch current limit von 4A)
Neben der einstellbaren ausgangsspannung.
Beide Regler versucht auf z.B. 12V einzustellen..
Und dann bei 12V parallel geschaltet.
Auf der anderen Seite : Nur eine einzelne Zelle mit natürlich billigst Schutzpcb !
Und so eine PCB kann ja nur.. z.B. 2-3A.. mehr sollte man einer 0815 zelle auch nicht zumuten.
Und das ging ! Vorallem war das recht billig..

Mit DC DC Wandlern kann schöne sachen machen..
z.B. die netten Sepic Buck-Boost Konverter mit Strombegrenzern aus der Bucht sind wunderbar, um ein herumfliegendes Netzteil in ein Ladegerät zu verwandeln.
(oder umgekehrt.. ein herumfliegender akkupack in ein Laptopnetzteil).

Wenn die sache größer wird.. also bei 3KW.. dann muss man halt schon allein thermisch achten, das die Effektivität halt besser wird.. oder mehr kühlen.. ;-)
Das wird halt meine nächste Challenge.. bis jetzt war es mir wichtig, das die Dinger wenig EMV machen, und wenn möglich für messungen rauscharm sind.
(PS... ein NiCD Akku ist eine sehr Rauscharme Spannungsversorgung).
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