Belastungstest für Crimpverbindungen

Der chaotische Hauptfaden

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jodurino
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Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » Sa 17. Jul 2021, 12:57

Hallo

wir haben da die ein oder andere Leitung mit schlechter Crimpverbindung (das warum da mache ich noch einen anderen Faden auf)

Jetzt möchte ich gerne mal demonstrieren was mit dieser Crimpverbindung passiert.

Aber wir reden da von einer 70² Leitung für eine Powerwall mit 48V und 125A Sicherung, als Quelle kann ich da 2 Tesla Zellen in Serie nehmen die liefern ja 220A Dauer.

Aber belastend ist, dass mir so gar keine Last einfallen will.
Wer/was kann denn mal gerade 6kW ziehen ohne das es Lichtbögen und andere eher auf FingersWeltTreffen gewünschte Effekte gibt?

cu
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Chemnitzsurfer
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Chemnitzsurfer » Sa 17. Jul 2021, 12:59

alter Baumarkt Schweißtrafo besorgen und dem zum durchkochen der Verbindung nutzen?

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Fritzler
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Fritzler » Sa 17. Jul 2021, 13:02

Ne richtig fette E-Last mit IGBTs bauen :twisted:
Danach gibts auch frisch gebrühten Kaffee :lol:

jodurino
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » Sa 17. Jul 2021, 13:24

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 12:59
alter Baumarkt Schweißtrafo besorgen und dem zum durchkochen der Verbindung nutzen?
Ah du meinst als Masseleitung verwenden und dann Stahlträger brutzeln?
Da hätten wir sogar was da, ich habe noch ein altes Rekord Schweißgerät
und in der Firma stehen ein paar dickere Kerlchen.

Fritzler, ich hatte es auch schon im Kopf
Alle Tesla Zellen, alle 3 Victron Inselwechselrichter und das Kleingemüse zum Treffen mitbringen
dann hätten wir dort ein bisschen Unterstützung für die Zeltventilatoren oder Kühltaschen.
Aber es fehlen noch die Ladderregler und ich bekomme erst nächste Woche das neue Crimpwerkzeug

cu
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Chemnitzsurfer » Sa 17. Jul 2021, 13:31

Muss ja kein Stahlträger sein => Zabexscher Durchlauferhitzer

http://www.zabex.de/site/kurios.html#wafeila

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von ESDKittel » Sa 17. Jul 2021, 14:45

Einen *etwas* dickereren Ringkerntrafo hernehmen und die zu testende Strippe je nach Strombedarf/Leitungslänge/Übergangswiderständen ein paarmal durchfädeln.

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Fritzler » Sa 17. Jul 2021, 14:49

Äh was du willst das aufm Treffen machen?

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Burnie » Sa 17. Jul 2021, 15:06

jodurino hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 12:57

Wer/was kann denn mal gerade 6kW ziehen ohne das es Lichtbögen und andere eher auf FingersWeltTreffen gewünschte Effekte gibt?

cu
jodurino
mein Dampfgenerator vom Dampfbad zieht 6kW, ist recht kompakt ;)

Der Dampf könnte genutzt werden ;)

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Matt » Sa 17. Jul 2021, 15:11

Boostcap-Bank kommt auf Goslar ;-)

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » Sa 17. Jul 2021, 15:26

Fritzler hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 14:49
Äh was du willst das aufm Treffen machen?
Im Sessel sitzen, dem Treiben zu gucken und nix technisches selber machen...........

Spaß beiseite, werde wohl kaum das ganze Geraffel zum Treffen mitnehmen dürfen

ESDKittel hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 14:45
Einen *etwas* dickereren Ringkerntrafo hernehmen und die zu testende Strippe je nach Strombedarf/Leitungslänge/Übergangswiderständen ein paarmal durchfädeln.
die ist nur ein bisschen was über 1m kurz und der eine Stecker ist nicht wirklich fädelbar, ok andere Seite hat Klauke Kabelschuh.
Chemnitzsurfer hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 13:31
Muss ja kein Stahlträger sein => Zabexscher Durchlauferhitzer

http://www.zabex.de/site/kurios.html#wafeila
Ultracooler Warmdingens
den werde ich mir mal für später merken. 50m Kupferrohr ist Teuer und Stahlträger liegen hier zu Hauf herum.

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von enebk » Sa 17. Jul 2021, 16:06

Wieso Kupferrohr? Die Funktion basiert hier auf der eher schlechten Leitfähigkeit (elektrisch, aber auch thermisch) der nichtrostenden Stahlrohre (salopp Edelstahl genannt).

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von ESDKittel » So 18. Jul 2021, 10:48

jodurino hat geschrieben:
Sa 17. Jul 2021, 15:26
die ist nur ein bisschen was über 1m kurz und der eine Stecker ist nicht wirklich fädelbar, ok andere Seite hat Klauke Kabelschuh.
Hab ja auch "Einen *etwas* dickereren Ringkerntrafo" geschrieben.
Mit zunehmender Größe wird die Windungsspannung größer und auch das Fädelloch...

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Fritzler » So 18. Jul 2021, 10:49

Soll das jetz ne dauerhafte Endprüfung werden oder nur mal als Experiment?
Dicke E-Lasten lassen sich ja auch mal mieten.

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Alexander470815 » So 18. Jul 2021, 10:56

Um die Verbindung zu prüfen braucht es doch keine hohen Leistungen.
Es braucht nur viel Strom, also warum den Aufwand mit der großen Last und irgendwelchen Akkus machen wenn auch ein einfacher Trafo reicht.
Wie schon gesagt wurde ein paar Windungen auf einen dicken Ringkern und da kommen ganz locker viele hundert Ampere dabei rum.

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » So 18. Jul 2021, 12:36

Trafo müsste ich erst besorgen
Und wie ist es gedacht eine Hand voll Wicklungen und dann Kurzschließen?

Teslaakkus liegen hier rum und für die sollen eh die Leitungen gemacht werden

Dies erst mal nur als Experiment



Aber wir brauchen auch eine Dauerlösung.
Es wird immer klarer das wir demnächst alle Leitungen 35,50, 70 qmm selbst crimpen
Da muss dann was amtliches her

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 18. Jul 2021, 12:48

Dann besorge dir schonmal ne vernünftige Zange ;)
Je nach anfallender Menge lohnt sich ggf. schon ne Akku Zange.

Auf Arbeit haben wir eine Akku Klauke mit Dornpressung => kann von 10-240mm² alle Kabelschuhe (Quetsch, Rohr und AlCu) pressen ohne das man irgendwelche Einsätze tauschen müsste. https://www.klauke.com/de/de/ekm-60-id- ... -10-240-mm
Ist natürlich mit 3-4K€ nicht billig, kann aber Fehlpressungen vermeiden ;)

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » So 18. Jul 2021, 13:33

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
So 18. Jul 2021, 12:48
Dann besorge dir schonmal ne vernünftige Zange ;)
Je nach anfallender Menge lohnt sich ggf. schon ne Akku Zange.

Auf Arbeit haben wir eine Akku Klauke mit Dornpressung => kann von 10-240mm² alle Kabelschuhe (Quetsch, Rohr und AlCu) pressen ohne das man irgendwelche Einsätze tauschen müsste. https://www.klauke.com/de/de/ekm-60-id- ... -10-240-mm
Ist natürlich mit 3-4K€ nicht billig, kann aber Fehlpressungen vermeiden ;)
Wir haben die REMS mit Klauke Pressbacken und ich habe jetzt Klauke Dornpressbacken angefragt, sollte eigentlich ein eigener thread werden, aber es kann auch kurz hier eingeflochten werden.
Sie haben bis her bei den selbst gecrimpten mit 6eck Pressung (für Installation Leitung) für das Feindrähtige benutzt und kleine Elefantenohren weggefeilt.

Jetzt zeigt mir ein neuer Mitarbeiter die Quetschung und fragt mich ob das ok ist.......
was natürlich jetzt eine ganze Serie von Aktionen ausgelöst hat und noch auslösen wird

Aber das nur am Rande, zurück zum Faden, ich muss der Geschäftsleitung eben "begreifbar" machen was da falsch ist.

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sukram
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von sukram » So 18. Jul 2021, 14:15

Ich habe (in meiner Monteurszeit bis vor kurzem) diese hier für Rohrkabelschuhe im Einsatz gehabt:

https://www.klauke.com/de/de/k-8-k-8-sp ... e-35-95-mm

Die ist für 35-95mm² Mehr und Feindrätig geeignet. Die Kerbung sieht zwar ziemlich brutal aus, ist aber absolut gasdicht und sicher. Ist halt aber auch nicht so übel teuer wie eine hydraulische. Eine solche haben wir leihweise im Lager (mit Einsätzen für Dorn, Sechseck und Trapez für AEH 25-120mm²): https://www.klauke.com/de/de/hk-60-22-h ... g-6-300-mm

Bei der muss man aber aufpassen, dass man beim pressen den Kopf der Zange nicht auf den Tisch legt - der Entriegelungsbügel ist Sollbruchstelle und wird, wenn der durch das aufliegen nicht 100% zu ist, eingekerbt und geht dann gar nicht mehr auf :roll:

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gafu
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von gafu » So 18. Jul 2021, 14:16

So wie du dir das vorstellst wird es nicht funktionieren.
So lange die schlechte pressung mit neuem frischem material, und feinstem frisch abgemantelten neuen kupferkabel bei dir in der firma liegt, und bei nur 100A auf ner 75er leitung, da wird unter diesen bedingungen die schlechteste pressung noch gut genug sein um unauffällig zu funktionieren.
Und bei einer vorführung der schlechten pressung erst rest.
Mit etwas glück kannst du eventuell mit einer wärmebildkamera einen kleinen temperaturunterschied sehen.

Die kacke ist erst am dampfen, wenn das ein paar jahre betrieb in einem feuchten keller hatte.

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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von jodurino » So 18. Jul 2021, 14:45

gafu hat geschrieben:
So 18. Jul 2021, 14:16
So wie du dir das vorstellst wird es nicht funktionieren.
So lange die schlechte pressung mit neuem frischem material, und feinstem frisch abgemantelten neuen kupferkabel bei dir in der firma liegt, und bei nur 100A auf ner 75er leitung, da wird unter diesen bedingungen die schlechteste pressung noch gut genug sein um unauffällig zu funktionieren.
Und bei einer vorführung der schlechten pressung erst rest.
Mit etwas glück kannst du eventuell mit einer wärmebildkamera einen kleinen temperaturunterschied sehen.

Die kacke ist erst am dampfen, wenn das ein paar jahre betrieb in einem feuchten keller hatte.
Ja gafu da gebe ich dir mal Recht, beim Vorführen kann der Vorführeffekt auch andersherum arbeiten.
Wird aber nicht im feuchten Keller montiert das Ding, kommt ins trockene hinter dem Batterielager mit Feuerwand und was nicht alles.
Ich gucke morgen mal was die 125A Sicherung für eine Auslösecharakteristik hat, dann mache ich den Belastungstest halt mit mehr A.

Wusste doch gleich das es besser gewesen wäre diese Akkupacks jemanden zu geben der ein Auto damit füttern möchte, aber 2S8P Verdrahtung von Modulen die 220A Dauer und das 3,5fache für gut 3Sekunden liefern können pro Stück ist nicht so das Ding was ich gerne mache.

Wegen der Zange, da bleiben wir bei hydraulischen Pressgeräten, die Klauke gefällt mir ganz gut, wenn wir auch für die Serie selber crimpen muss eh was mit Protokoll her

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Alexander470815
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Re: Belastungstest für Crimpverbindungen

Beitrag von Alexander470815 » So 18. Jul 2021, 15:10

Ungefähr so: https://youtu.be/68MXD94Six0?t=77
Mit so einem Aufbau sollten sich ohne Probleme für längere Zeiten hohe Ströme erzeugen lassen.

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